Healing Rooms Deutschland e.V.

Heilungsräume in Deutschland?!

von Gerhard Bially


Ein krankes Land. Eine kranke Bevölkerung. Eine schwer kranke Christenheit. So könnte Deutschland beschrieben werden - trotz aller geistlichen Aufbrüche und mancher lebendigen Gemeinde.
Überall scheint die Macht der Krankheit präsent zu sein - bis hinein in die frömmsten Häuser. Ist das wirklich Gottes Wille? Muss das so bleiben?
Wir wissen, dass es immer wieder "Heilungswellen" im Laufe der Kirchengeschichte gegeben hat. Zeiten, in denen "die Kraft zu heilen" (vgl. Lk 5,17b) besonders stark wirksam war. Manchmal hing es offensichtlich mit Menschen zusammen, die sich von Gott in diesem Dienst gebrauchen ließen (vgl. Apg 10,38). Ich denke dabei an die sogenannten Wüstenväter der Alten Kirche, die in der Wüste Zeichen und Wunder, Heilungen und Befreiungen erlebten. Oder an einzelne Ordensgründer wie Benedikt von Nursia , Bernhard von Clairvaux , Dominikus und Franz von Assisi . Überhaupt an die heilig gesprochenen Gläubigen in der katholischen Kirche, deren Leben oft durch "begleitende göttliche Zeichen" geprägt war.

Ich denke an die Waldenser, die an göttliche Heilung glaubten und sie erlebten, wie ihr Bekenntnis von 1431 deutlich macht oder an die Kamisarden der Cevennen, die bei all ihrer Verfolgung immer wieder Gottes übernatürliches Eingreifen erfuhren, ich denke an den vollmächtigen Dienst des Vaters des Methodismus, John Wesley, oder seines Kollegen George Whitfield, deren Verkündigung die verheißenen "mitfolgenden Zeichen" aufwies. Und ich denke an den schwäbischen evangelischen Pfarrer Johann Christoph Blumhardt, der in Möttlingen und später in Bad Boll eine Heilungsbewegung entfachte - dabei aber immer noch auf eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes wartete: "Diese muss kommen, wenn es mit unserer Christenheit anders werden soll. Ich spüre es, so ärmlich darf es nicht fortgehen. Die ersten Gaben und Kräfte, auch sie sollten wiederkommen [...] Für die Vollendung des Reiches Gottes hängt alles an der Rückkehr des Pfingstgeistes." 

Und dieser - von den einen verschmäht, von den anderen willkommen geheißen - kam nicht lange nach Blumhardts Tod und mit ihm eine erneute Heilungsbewegung. Während über die Azusa-Street-Erweckung schon viel gesagt und geschrieben wurde, ist die Heilungserweckung, die von Zion City (Illinois) ausging, weniger bekannt: Parham, der 1901 in seiner Bibelschule in Topeka (Kansas) eine Ausgießung des Heiligen Geistes erlebt hatte, war mit diesem "apostolischen Glauben" durch die Lande gezogen, hatte Anfang 1906 in Houston (Texas) den Afro-Amerikaner William Seymour trotz der Rassentrennungsgesetze in seine Kurzzeitbibelschule aufgenommen und ihm schließlich das Geld gegeben, um einem Ruf nach Los Angeles zu folgen. Während dort unter Seymours Dienst bereits die Erweckungsflammen loderten, wurde Pastor Parham, der auch einen gesegneten Heilungsdienst hatte, in die von einem Heilungsprediger gegründete Zionsstadt (Zion City) gerufen. Die Tageszeitungen berichteten, dass Tausende seine Versammlungen besuchten. Parham ggelang es, die Botschaft der im Sühnopfer Jesu Christi enthaltenen göttlichen Heilung (die in Zion City bereits gelehrt wurde) mit der Pfingstbotschaft zu verbinden. Männer wie F.F.Bosworth und John G. Lake empfingen dort in Parhams Versammlungen die Taufe im Heiligen Geist. 

In seiner Dissertation über die Göttliche Heilungsbewegung in Amerika (The Divine Healing Movement in America) schrieb Paul G. Chappell 1983: "Einige von Parhams Nachfolgern in Zion trugen die Botschaft [von der Geistestaufe und göttlicher Heilung, G.B.] in die ganze Welt ..." So zum Beispiel John G. Lake, ehemals erfolgreicher Geschäftsmann und Bürger von Zion City, jetzt "zu einem gewaltigen Feuer innerhalb der Pfingstbewegung entzündet". Die Apostolic Faith Mission, die er in Südafrika gründete, zählt heute mehr als 2.500 Gemeinden. 1912 kam er zurück in die Vereinigten Staaten und eröffnete 1914 in Spokane (Washington) mehrere Heilungsräume (Healing Rooms), in denen innerhalb von fünf Jahren etwa 100.000 Menschen Heilung erfahren haben sollen (s. Charisma 118, S. 3-7).
Als Lake 1923 eine Gemeinde in Portland (Oregon) leitete und Parham für eine Evangelisation einlud, kam Gordon Lindsay als Besucher und bekehrte sich. Gordon Lindsay wurde eine führende Persönlichkeit in der nächsten "Heilungswelle", die in den 40er und 50er Jahren über Amerika kam. Gemeinsam mit seiner Frau Freda gründetet er später Christ for the Nations, eine Bibelschule, die zum großen Segen für die Pfingstbewegung und die Charismatische Erneuerung wurde und Ableger in anderen Ländern wie Deutschland (Bad Gandersheim) hat.
Während der 60er und 70er Jahre fanden die Charismen des Heiligen Geistes - unter anderem Heilung - schließlich auch Eingang in den traditionellen Kirchen und Gemeinden. Man sprach von einer charismatischen Erneuerung. Für viele von uns war es wie eine neue Offenbarung, dass die Erlösung sich nicht nur auf die Seele, sondern auch auf den Körper auswirken soll. Dr. Herbert Mjorud, ein Pionier in der lutherisch-charismatischen Erneuerung, formulierte in einem Traktat: "Wisse, dass es eindeutig Gottes Wille ist zu heilen! Jesus kam, um den Willen des Vaters zu tun, und sagte oft: ‚Ich kann nur tun, was mir mein Vater zu tun überlässt.' Er heilte all die Kranken, die zu ihm kamen, von jeder Krankheit und jedem Gebrechen ohne Ausnahmen. Dies offenbart nachdrücklich, dass es Gottes Wille ist, zu heilen." 
Auf katholischer Seite veröffentlichte 1974 Francis MacNutt, damals noch Dominikanerpater und Theologieprofessor, sein grundlegendes Werk Healing, das erst vor kurzem wieder neu in deutsch aufgelegt wurde. Darin entfaltet er, dass es Gottes normativer Wille sei, alle Menschen zu heilen, soweit dem nichts entgegensteht. 
Als jedoch im Frühjahr 2002 auf der bisher größten Leitertagung des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden diese biblische Wahrheit von Präses Ingolf Ellßel in seiner Abschlussbotschaft proklamiert wurde, löste die Verknüpfung von Sündenvergebung und Krankenheilung ("der alle unsere Sünden vergibt und alle unsere Krankheiten heilt") eine mehrmonatige Diskussion aus. Doch während manche per E-Mail, Telefon oder persönlich weiter diskutierten und sich fragten, wie wohl die Krankheit des Trophimus, die Schwäche des Epaphroditus, der empfindliche Magen des Timotheus, Pauli Pfahl im Fleisch und die bisher nicht sichtbar gewordene Gebetserhörung in Bezug auf manche/n Kranke/n in der Gemeinde zu interpretieren sei ..., währenddessen fand in einer BFP-Gemeinde in Kassel eine bedeutende Heilungskonferenz statt. Einer, der sich gern daran erinnert, ist der siebenjährige Joshua, den Gott hier von Warzen an seinen Fingern befreite (s. Bericht in Charisma 122, S. 28). 
Ende August erlebte das Christliche Zentrum Wiesbaden wie insgesamt über 1.000 Menschen zur jährlichen Heilungskonferenz kamen und Dutzende von Besuchern Linderung ihrer Schmerzen, Befreiung und Heilung erfuhren. Darunter waren Krankheiten wie Tennisarm, Skoliose, ungleiche Beinlänge bzw. Beckenschiefstand, Augenleiden ... Im Text sind ein paar "Mini-Zeugnisse" aus diesen Tagen eingestreut.

Im Gottesdienst hat Andreas gesagt, dass Gott jetzt eine linke Schulter heilt, in der eine Entzündung ist. Man solle den Arm dreimal bewegen. Nach dem dritten Mal war meine Schulter schmerzfrei nach mehreren Monaten der Entzündung! Hallelujah! - U.R. aus Bad H.

Andreas sagte, ein linkes Auge wird geheilt. Ich merkte, wie sich in meinem linken Auge etwas tat. Wie ich mein rechtes Auge zuhielt, stellte ich fest, dass ich auf dem linken Auge deutlich sehen kann, wie seid 45 Jahren nicht mehr. Ich sah nur etwa ein bis zwei Prozent, jetzt sehe ich deutlich. Mein Gesichtsfeld ist sehr vergrößert worden. 
E.R. aus N.A.

Helmut hat am ersten Abend den Eindruck gehabt, dass Gott ungleiche Beine gleichstellen will. Er legte mir die Hand auf, und die Beine wurden gleich. Ich hatte es von Geburt, viele Operationen. Da sah Helmut, eingegeben vom Geist Gottes, dass meine Knöchel verdreht waren (das war von den vielen Gipsen, die ich als Kind bekam). Auch dieses hat Jesus gleichgemacht. Ich danke ihm. Die nächsten Tage musste ich viel weinen, viel innere Heilung [geschah].
S.V. aus K.

Meine Tochter konnte auf einem Ohr kaum hören. Als der Aufruf kam, für Ohren zu beten, brachte ich meine Tochter nach vorne zum Gebet. Jetzt kann sie wieder ganz normal hören. 
A.K. aus S.

Mein linkes Bein war etwas kürzer als das rechte. Lange hatte ich mich damit abgefunden, aber gerade an dem Heilungsgottesdienstwochenende dachte ich: Warum soll ich mich mit weniger zufrieden geben als Jesus für mich hat? Und ich bat Gott konkret um Heilung! 
Andreas Herrmann rief später nach vorne zum Gebet bei verkürzten Beinen. Als er für mich betete, spürte ich eine Art Ziehen im linken Bein und - es ist jetzt genauso lang wie das rechte!!! Lob und Dank sei Jesus Christus! Ich merke den Unterschied beim Gehen ganz deutlich.
M.H. aus W.

Ich bin vollständig geheilt von Sodbrennen und auch geheilt von Bluthochdruck. - Ich finde es super mit den Gebetsteams und freue mich schon auf euer neues Zentrum. Dafür wünsche ich euch Gottes Segen.
S.S. aus L.



Fachkonferenz "Heilung und Befreiung"

Gott heilt heute noch - davon sind sie überzeugt. "Sie" - das sind über 400 Pastoren, Mediziner und Mitarbeiter aus einer breiten Palette von christlichen Gemeinden. Am vergangenen Wochenende haben sie sich in Essen-Altendorf zu einer Fachkonferenz getroffen. Eingeladen hatte der Arbeitskreis Gemeinde und Charisma im "Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden". So leitete Ingrid Heinzelmaier den vom Evangeliums-Rundfunk (Wetzlar) Ende September ausgestrahlten Bericht ein.
"Gott heilt heute noch: Aber wie können wir dafür beten? So dass Menschen wirklich die heilende Kraft Gottes in ihrem Leben erfahren? Und gibt es nicht verschiedene Arten von Heilung: körperliche Heilung, innere Heilung und die Heilung der Gefühle? Welche Rolle spielt dabei die Befreiung von dämonischen Mächten? fragt Moderatorin Heinzelmaier. Auf all diese Fragen gingen die Referenten in dieser Fachkonferenz (20.-22.9.02) ein.
Hauptreferent war der 77-jährige amerikanische Autor und Seelsorger Dr. Francis MacNutt - der katholische Heilungspionier des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit seiner Frau Judith machte er in mehreren Vorträgen und Seminaren deutlich: Es geht im Heilungsdienst darum, Menschen die Liebe und Barmherzigkeit Jesu weiterzugeben. Das braucht Zeit. Jesus selbst hat - so MacNutt - seine wenige, kostbare Zeit (drei Jahre, um die Welt zu verändern!) nicht dazu genutzt, um Bücher zu schreiben, sondern in erster Linie, um für Kranke zu beten und Dämonen auszutreiben. Ob wir diesem Beispiel folgen wollen?
"Wann sollen wir um Heilung beten, wann um Befreiung?" lautet eine immer wieder gestellte Frage. Das braucht geistliches Unterscheidungsvermögen. Praktische Ratschläge dazu gab Judith MacNutt. Sie bringt ihre Kompetenz als Psychologin ein in den Dienst der Christian Healing Ministries (Christliche Heilungsdienste - so der Name ihres Zentrums in Jacksonville/Florida und ihrer Organisation). 
Wenn auch bei den Konferenzbesuchern der Wunsch vorhanden war, den Heilungsauftrag Christi anzunehmen, so herrschte doch bei manchen Unsicherheit, wie man das am besten durchführt. Deswegen erzählten MacNutts auch viel von der praktischen Arbeit in ihrem Therapiezentrum. Dort können kranke Menschen um einen Sprechstundentermin für Gebet bitten, und Beter werden für diesen Dienst ausgebildet. Eine liebevolle Atmosphäre zu schaffen, in der Menschen Gottes Gegenwart erleben können - das scheint bei diesem Dienst das Wichtigste zu sein. Mehr als die Worte oder die Erfahrung. 
Ergänzt wurden die Impulse der beiden MacNutts durch Dr.Jerry Mungadze. Er stammt aus Zimbabwe und lehrt in Dallas/Texas. Er ist Theologe und Psychologe. Sein Fachgebiet sind multiple Persönlichkeitsstörungen. Dabei hat er sich besonders beschäftigt mit der Unterscheidung von psychischen Erkrankungen und Dämonisierungen. Er macht deutlich, dass seine afrikanische Herkunft ihm einen anderen Zugang zu diesen Dingen ermöglicht. 
Wer sich auf das Gebet um Heilung und Befreiung einlässt, kann dies nicht aus eigener Kraft tun. Das machte Maria Prean in ihrem humorvoll-seelsorglichen Zuspruch deutlich. Sie leitet in Imst in Tirol das Missionswerk "Leben in Jesus Christus" und hat selbst viel Erfahrung im Heilungsdienst, aber auch im Umgang mit Leid und Sterben. So hat sie nach nur sechseinhalb Ehejahren ihren Mann Herbert verloren, obwohl für seine Genesung viel gebetet wurde.
Konferenzleiter Dr. Heinrich-Christian Rust nannte fünf Gründe, warum die baptistische Erneuerungsbewegung Gemeinde und Charisma in Zusammenarbeit mit charismatischen Gruppierungen anderer Konfessionen und den Christen im Gesundheitswesen diese Konferenz einberufen hat:
1. Das Thema Heilung ist bei uns unterbelichtet.
2. Wir brauchen ein entspanntes Miteinander der unterschiedlichen Beauftragungen.
3. Heilung ist ebenso wenig verfügbar für uns wie Bekehrung. Das hindert uns jedoch nicht, Menschen den Heilsweg zu zeigen und sie zur Bekehrung aufzurufen, und es sollte uns auch nicht hindern, Gottes Heilungswillen zu proklamieren und für Kranke zu beten.
4. Wir brauchen einen Durchbruch in der Evangelisation - und Krankenheilungen können dazu beitragen.
5. Wir selbst sollen heil werden.
Am Ende der Essener Tagung resümierte Rust: Heilung steht auf der Tagesordnung Gottes! Wir brauchen diesen Dienst! Wir brauchen einander - denn: offensichtlich gebraucht Gott unterschiedliches Bodenpersonal auf unterschiedliche Art und Weise.
Ein Konferenzbesucher fasste seine Impressionen gegenüber Charisma folgendermaßen zusammen: "Es war eine sehr schöne Zeit für mich in Essen. Die breite Bandbreite gefiel mir gut: von dem ruhigen Katholiken mit jahrzehntelanger Erfahrung im Heilungsdienst bis hin zu dem dynamischen Leiter des Christlichen Zentrums Wiesbaden, Andreas Herrmann."
Nicht lange nach der Fachkonferenz "Heilung und Befreiung" bot das Christus Centrum Ruhrgebiet, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese bevölkerungsreichste Gegend Mitteleuropas geistlich zu durchdringen, eine Heilungskonferenz an. Doris Geitz berichtet darüber:


JESUS im Mittelpunkt

Heilungskonferenz im Christus Centrum Ruhrgebiet (3.-6.10.2002)
Die Duisburger Heilungskonferenz hatte für mich eine erfreuliche Klarheit: Gleich in der ersten Veranstaltung stellte Hajo Klösel, Pastor des CCR, deutlich heraus: "Nicht die Heilung steht im Mittelpunkt, sondern Jesus! Wenn wir eine Veränderung brauchen, dann brauchen wir eine Begegnung mit Jesus. Durch diese Begegnung wird Glaube freigesetzt. Denn Glauben kann ich nicht selber produzieren. Er ist ein Geschenk oder die Frucht des Geistes, die wächst." 
Gerade auf dem Gebiet der Heilung kursiert so manch eine Praxis in der Christenheit, die nicht der Wahrheit entspricht. Wie oft ist zu hören: "Wenn du immer noch krank bist, hast du nicht genug Glauben", oder "Du musst fleißig bekennen: ich bin geheilt", "Du musst dich aufs Wort stellen". Nicht, dass das falsch wäre, aber meistens werden solche Bekenntnisse als Formel angewandt, losgelöst von dem Einen, der uns alleine heilen kann und es auch will. Nicht das Bekennen des Wortes Gottes macht uns heil, sondern Jesus, der ja das Wort ist. Nur in der engen Gemeinschaft mit ihm liegt die Heilung unseres ganzen Menschen, Geist, Seele und Leib. Wie Rick Joyner zu sagen pflegt: "Sucht nicht die Heilung des Herrn, sondern den Herrn der Heilung".
Da physische Beschwerden und deren Heilung oftmals in Zusammenhang stehen mit dem, was in unseren Herzen vor sich geht, sprach Derek Brown, apostolischer Leiter der Kings Church in Aldershot in West-London, über ein wichtiges Thema: Enttäuschung - ein Kernstück innerer Verletzungen. Unsere persönliche Enttäuschung, mit anderen Menschen und mit Gott, dem Vater. Die Wurzeln solcher Enttäuschungen erkennen und von Gott entfernen und heilen zu lassen, ist ein wesentlicher Schritt zu unserer Genesung, sonst kann kein echter Glaube in uns wachsen, weil Ablehnung, Bitterkeit und Ärger uns dominieren. Wichtig dabei ist, nicht in der Vergangenheit des Negativen stecken zu bleiben, sondern permanent den Blick auf den Vater zu richten in dem Vertrauen: "Ich verstehe dich nicht, aber ich vertraue dir, dass du Gott bist".
Derek Brown entwickelte einen weiteren wichtigen Aspekt: Müssen wir immer auf Jesus warten, dass er eingreift? Oder sollen wir in seinem Namen und seiner Autorität seine Werke tun? Jesus sagte zu seinen Jüngern: "Oh, ihr Kleingläubigen ...", weil sie ihn im Boot weckten, als der Sturm tobte, statt ihm selber zu gebieten. Haben wir schon unser Erbe erkannt? Leben wir darin? Jesus möchte, dass auch wir bezeugen können: "Ich weiß aus Erfahrung, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Ich durfte die Werke tun, die er getan hat, durfte die Kraft des Heiligen Geistes in Aktion erleben, weil Jesus es verheißen hat!"
Am Abend wurde von Derek Brown und Jan Zijlstra, Leiter von De Levensstroom Gemeente in Leiderdorp, Holland, mit Kranken gebetet, und manch einer erlebte mit großer Freude seine Heilung. Doch das Herzstück der Heilungskonferenz, die ebenso 'Glaubenskonferenz' genannt werden könnte, war die herausfordernde Einladung zu einer entschiedenen, tiefen Beziehung zu Jesus, aus der alles andere fließt: Glaube, Heilung, Autorität, etc.
Darum ging es, dass wir aus der Empfangsmentalität (Unreife) herauskommen und mündige Christen werden: Wir brauchen nicht auf die nächste Heilungskonferenz zu warten, sondern wir müssen, nein, wir dürfen aufstehen und selber im Namen und in der Autorität Jesu Christi der Krankheit gebieten zu weichen - durch die Auferstehungskraft Jesu, die in uns ist. Das ist unser Erbe. Dazu wurde dann auch aufgerufen, uns dieser Erneuerung unseres Denkens auszusetzen, damit das Königreich Gottes unter uns gebaut wird.
Doris Geitz
Hinweis: 
Neben Konferenzen und Seminaren zum Thema Heilung hält das CCR jeden ersten Sonntag im Monat ab 18.00 Uhr einen evangelistischen Heilungsgottesdienst im
CCR-Gemeindecentrum
Sternbuschweg 360 a+b
Duisburg-Neudorf
Nähere Auskunft über info@ccr-net.de oder Fon: 0203/37865-0.


Noch im selben Monat fand in Hadamar eine ganze Heilungswoche statt. Aus Platzgründen können wir jetzt nicht näher darauf eingehen. Predigten, Heilungszeugnisse und sogar Videos der Heilungswoche können von der Homepage http://www.fcg-hadamar.de heruntergeladen werden.

Besonders bedeutungsvoll für die sich anbahnenden neue Heilungswelle war wohl die Nationale Heilungskonferenz, über die Carola Kieker jetzt berichtet:


Gott heilt heute, hier in Deutschland

Über 600 Dauerteilnehmer und fast eben so viele Abendgäste kamen zu der Nationalen Heilungskonferenz in Hannover vom 23.-26. Oktober 2002, zu der das Christliche Trainings Zentrum, CTZ, eingeladen hatte.
Sie konnten erleben, wie durch das Wort Gottes Glaube für Heilung und göttliches Wohlergehen genährt wurde. Außerdem manifestierten sich immer wieder die Gegenwart Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes in Heilung und Befreiung. Während der Lehrveranstaltungen am Morgen, in den praktisch orientierten Workshops am Nachmittag, an den Heilungsabenden mit Andreas Herrmann und auch in den so genannten Healing-Rooms wurden zahlreiche Menschen konkret und teilweise dramatisch geheilt. Viele gaben an den Abenden Zeugnis über das, was Gott in ihrem Leben getan hatte. Das setzte einen Strom von Dankbarkeit und Begeisterung über unseren großen Gott frei. Es ging in diesem Sinn auf der Konferenz immer wieder um den, der heilt: Jesus Christus - und darum, die Teilnehmer neu in seine Nähe zu führen.
Die Sprecher der Konferenz repräsentierten verschiedene Heilungsdienste und Heilungsmodelle: Andreas Herrmann, dessen Heilungsgottesdienste im Christlichen Zentrum Wiesbaden bereits in Charisma vorgestellt wurden (z. B. Heft 118, S. 28; 122, S. 28f.), Christoph und Utta Häselbarth, die mit ihrem Josua-Dienst seit Jahren im Bereich Heilung und Seelsorge dienen; Cal und Michelle Pierce aus Spokane, USA, die die 1999 neu eröffneten Healing Rooms (Heilungsräume) vorstellten (für genauere Informationen s. Charisma 118, S. 4ff.), wie auch Bud und Elaine Bonn von den Healing Rooms Minnesota und Monika Flach, die zusammen mit einem gemeindeübergreifenden Team regelmäßig Heilungsabende in Hannover hält, und weitere Sprecher.
Es war das Ziel der Konferenz, diese unterschiedlichen Konzepte und Modelle von Heilung und Heilungsdiensten sichtbar zu machen und dann zusammen zu bringen zu einer gebündelten Kraft, die Heilung und Wiederherstellung in Deutschland in einer neuen Dimension freisetzt. Neben den konkreten Heilungen und Diensten der Heilung ging es auf der Konferenz auch darum, durch Impartation, Übertragung von Salbung, die Teilnehmer zu befähigen und auszurüsten, selbst für Kranke zu beten und Heilungen zu erleben. [Was man sich darunter vorzustellen hat, beschreibt Pfr. Anders, s. Kasten.]
Als die Aufforderung erging, sich in Reihen aufzustellen, hielten wir immer einen Abstand von zwei Metern zwischen den Reihen. Die Piercens und alle anderen amerikanischen Helfer gingen nun durch die Reihen, sprachen den Heiligen Geist zu ... "more power, more power" … Für mich geschah Eigentümliches, da ich so etwas zum ersten Mal miterlebte: Viele in den Reihen vor mir gingen einfach zu Boden. Helfer ("Catcher") standen hinter den Einzelnen und passten auf, dass sie sich nicht weh taten. Sie fingen also auf, wenn sie zu Boden gingen, halfen ihnen, sich hinzulegen, etliche lachten ungehemmt und ununterbrochen, andere ruhten einfach. Für die Reihe, in der ich stand, war es eigentümlich, dass nur sehr wenig von diesen äußerlich erkennbaren Zeichen zu verspüren war. Neben mir stand eine Schwerinerin. Ob wir Norddeutsche uns da besonders schwer tun? Sehnsucht war da, aber dies scheint noch nicht zu genügen - oder die Power war noch nicht "more" genug. Viele waren jedoch ergriffen. 
Pfarrer Joachim Anders, Pilgerherberge Kloster Tempzin
Christoph Häselbarth und CTZ-Gründer Michael Schiffmann betonten immer wieder, dass Heilung und auch gesalbte Heilungsdienste nie Selbstzweck sind, sondern dass Gott einen größeren Plan hat. Er will ein Feuer der Heilung und Befreiung in Deutschland anzünden, um eine Umkehr in unserem Land zu bewirken und um viele Tausende Menschen in sein Königreich zu ziehen. So wurde die Konferenzversammlung immer wieder auch in Phasen des Gebetes und der Fürbitte für Deutschland und auch der Buße über die Ablehnung des Heilungsauftrages geführt.
Christoph Häselbarth wies darauf hin, dass es unser Auftrag als Jesu Jünger ist, das zu tun und zu lehren, was Jesus gelebt und gelehrt hat - und ein wichtiger Bestandteil seines Wirkens war Heilung und die Freisetzung seiner Jünger zum Heilungsgebet. Er berichtete, dass er trotz der äußerst schmerzvollen Erfahrung, dass sein Sohn an einer Krankheit starb, weiter für Heilung gebetet hat. Nicht unser Erfahrungsniveau dürfe über Heilungsgebet entscheiden, sondern das Wort Gottes. 
Ein bedeutender Widerstand in Bezug auf Heilung in Deutschland sei, so Häselbarth, die Tatsache, dass die Deutschen ein verletztes Volk wären. Zerbrochene Herzen blockierten den Strom Gottes. Wenn eine Person in traumatischen Situationen wenig Annahme und Liebe erfährt, dann schließt sich eine Wand ums Herz. Das Herz, das Empfangsorgan für Heilung, sei dann verschlossen. Durch Vergebung, Eingeständnis des Mangels und auch der erlernten Ersatzlösungen könne ein zerbrochenes Herz heil werden. Auf seine Frage hin, wen das betreffe, erhoben sich fast alle Konferenzteilnehmer.
Heilung bedeutet auch: Dem Zweifel widersprechen
Monika Flach, Mitarbeiterin im CTZ, sprach direkt den Zweifel an, die Stimmen in uns Christen, die in Zeiten der Krankheit sagen: "Setz deine Erwartungen nicht zu hoch. Durch Krankheit kann man schließlich viel lernen. Jesus heilt, theoretisch ja, aber mich?" Monika Flach fragte: "Können wir diesen Stimmen etwas entgegensetzen?" Wir können! Von Jesus wird in Apostelgeschichte 10,38 gesagt, dass er, gesalbt mit Heiligem Geist, umherzog, Gutes tat und alle gesund machte, die in der Gewalt des Teufels waren. 
Jesus teilte nicht ein bisschen Krankheit aus, damit die Menschen etwas lernten - Jesus als das Abbild des Vaters tat wohl, heilte alle. Nicht Gott, sondern der Teufel überwältigt mit Krankheit. Wir vergessen, so Flach, über die Zentrierung auf Krankheit oder Gesundheit, dass wir einen Feind haben, der daran interessiert ist, uns zu zerstören. Wenn er mich angreift, muss ich mich wehren, den Feind konfrontieren, den Worten der Krankheit die Verheißungen Gottes entgegensetzen. Denn wo Jesus ist, muss alle Krankheit gehen. 
In einem ermutigenden Zeugnis berichtete Rosemarie Flach, die Mutter von Monika Flach, wie sie nach einer Krebsdiagnose Anfang 2002 über Monate schwerer Krankheit anhaltend betete und auf diese Weise gegen den Krebs kämpfte. Im September wurde ihr bei einer Untersuchung von ihren Ärzten vollständige Heilung attestiert. 
Heilungsräume
Cal Pierce berichtete, wie 1999 Fürbitter und Heilungsbeter zusammenkamen, um einen über 80 Jahre alten "Brunnen" der Salbung Gottes wieder "aufzugraben". 1914 hatte John G. Lake in Spokane, Washington, Heilungsräume ins Leben gerufen. So genannte "Heilungstechniker" beteten hier für kranke Menschen. Im Verlauf einiger Jahre wurden 100.000 Heilungen bezeugt. Cal und Michelle Pierce eröffneten diese Heilungsräume neu. 127 Beter aus 47 örtlichen Gemeinden beten für ca. 250 Menschen pro Woche. Dabei sprechen und beten drei Beter jeweils mit einem kranken Menschen etwa eine halbe Stunde lang. Oft tritt die Heilung sofort ein, wenn nicht, kann die Person so oft wiederkommen, wie sie möchte, und wieder Gebet empfangen. Der Dienst ist kostenlos, die Räume und Verwaltung werden aus Spenden finanziert. Die Möglichkeit, gesalbtes Heilungsgebet zu empfangen, steht den Menschen am Ort ständig zur Verfügung; dies sei das Besondere dieses Konzeptes, betonte Pierce. Es ist nicht ein Dienst, der "weiterzieht", wie ein reisender Heilungsevangelist. 
In der bekannten Bibelstelle aus Jesaja 53,4+5 heißt es: "... Durch seine Wunden sind wir geheilt." Heilung sei, so Pierce, nicht das, was jetzt in meinem Körper stattfinde, sondern sie geschah vor 2000 Jahren durch Jesus. Wenn wir das glaubten - nicht nur hofften - würde sich Heilung manifestieren. Bei Heilung darf man sich nicht am dem orientieren, was man sehen kann, sondern an den deutlichen Worten Gottes, die Glauben hervorbringen. 
Auch auf der Nationalen Heilungskonferenz waren parallel zu den Workshops am Nachmittag Heilungsräume eingerichtet. 15 engagierte Gebetsteams unter der Leitung von Christoph Bosch beteten intensiv und spezifisch für die Anliegen der Kranken. In einem großen Raum mit zahlreichen Stuhlgruppen bildete leise Lobpreismusik den Hintergrund für überwiegend ruhiges, unspektakuläres, aber glaubensvolles Gebet. Es war deutlich zu spüren: Hier tut Jesus wohl. Verschiedene teilweise oder auch vollständige Heilungen wurden von Besuchern schriftlich bezeugt. Ungefähr 350 Teilnehmer der Konferenz nahmen dieses Gebet in Anspruch. 
In der Salbung des Geistes
Abends machten die offenen Heilungsgottesdienste mit Andreas Herrmann und Anderen Gottes heilende Gegenwart für die bis zu 1.200 Teilnehmer spürbar. Herrmann diente mit seiner Gabe, rief immer wieder bestimmte körperliche Krankheiten und Symptome auf, von denen er den Eindruck hatte, dass Gott sie jetzt heilen wolle. Menschen strömten zahlreich auf die Bühne, die von Verbesserungen ihres Zustandes, Befreiung von Schmerzen und vollständigen Heilungen erzählten. Der ganze Saal war gefüllt mit der liebevollen Gegenwart Gottes und mit seiner dynamischen Kraft, Kranke und Gebundene freizusetzen.
Die Konferenz endete mit einer bewegenden und aufrüttelnden Botschaft von Monika Flach über das Blut Jesu. In dem Blut Jesu ist die ganz reale Kraft, in dieser Welt hier und jetzt als Überwinder zu leben, Krankheiten, Angriffen des Teufels entgegen zu treten und diese zu überwinden. Das Blut Jesu ist keine mystische Angelegenheit, sondern in seinem Kreuzestod zeigt sich die Ernsthaftigkeit und Realität des Bundes, den der Herr mit uns eingegangen ist. 
Fortsetzung folgt: Auch nächstes Jahr im Herbst wird es eine Nationale Heilungskonferenz in Hannover geben. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird aber bald unter www.ctz-hannover.de zu erfahren sein. Unter dieser Internetadresse können auch Kassetten und Videos von der Konferenz bestellt werden. 
Carola Kieker
Es war mein Vorrecht, Calvin und Michelle Pierce und ein Mitarbeiterehepaar während ihres ersten Aufenthaltes in Deutschland vom 23. Oktober bis 3. November 2002 zu begleiten. Die Geschichten, die ich von den Healing Rooms in Spokane (und anderenorts) hörte, sind umwerfend. Wenn so etwas auch bei uns geschieht, könnte es zu einer neuen Glaubensmotivation in unseren Gemeinden führen. Ja, es könnte auch Interesse bei Agnostikern und Atheisten wecken und eine neue Evangelisationsbewegung beflügeln. Denn Heilungen waren schon immer die beste "Werbung" für die Gute Nachricht vom Sieg Jesu Christi über "Hölle, Tod und Teufel".
Ganze Gemeindebewegungen (z. B. in China und in Afrika) verdanken ihr enorm rasches Wachstum göttlichen Heilungen.
Es war uns eine Ehre, den Vater dieser neuen Heilungsbewegung, Calvin Pierce, noch für mehrere Seminartage Ende Oktober im JESUS-HAUS Düsseldorf zu haben. Dr. med. Hein Reuter (Arzt für Allgemeinmedizin, Christlicher Berater und Hagiotherapeut in Bad Homburg/Ts.) gibt seine Eindrücke wieder: 
Um es kurz zu sagen: Cal Pierce überzeugte! In einer bescheidenen und behutsamen Sprache holte er die Gäste da ab wo sie standen - bei vielen offenen Fragen im Angesicht einer großen Zahl von ungeheilten Christen mit oft leidvollem Schicksal.
Cal gab einen kurzen Abriss von der Theologie, der biblischen Grundüberzeugung, die hinter den Healing Rooms steht. Dann erlaubte er einen Einblick in seinen persönlichen Werdegang bis hin zum Leiter der International Association of Healing Rooms mit weit über 100 Heilungsräumen weltweit. Den Höhepunkt bildete eine Salbungszeremonie zur Aussendung aller Teilnehmer, die selber Heil und Heilung in die Welt tragen sollen.
"How to minister to specific diseases" - Wie man gegen bestimmte Krankheiten betet", das ist der Titel des Manuskripts, das in den Healing Rooms den Mitarbeitern an die Hand gegeben wird, um geistliche Ursachen neben die medizinischen oder psychologischen Erklärungen der jeweiligen Therapeuten zu halten. Aber gemeinsamer Nenner - wesentliche Basis aller Überlegungen und Gebete - ist die Vergebung. Um es deutlicher auszudrücken: Unvergebenheit ist das häufigste Heilungshindernis!
Kern unseres christlichen Glaubens ist die Überzeugung, dass Christus für uns gestorben ist. Er ist für mich gestorben, dass ich das Leben habe. Er ist für mich gepeinigt, ans Kreuz genagelt und verflucht worden, damit ich vom Fluch und auch von Schmerz und Krankheit erlöst bin. Wenn wir nun die Optio fundamentalis, die 
Lebensübergabe an Jesus im Gebet des Sünders vollzogen haben, so zweifelt kein Christ, dass mit diesem Gebet - wenn es irgend ehrlich gesprochen wird - die Erlösung gewährt wurde. Nun ist es sonderbar, warum die Theologie offensichtlich seit Jahrhunderten Heil und Heilung von einander trennt, obwohl Jesus für beides gleichzeitig gestorben ist. Wie ist dieses Phänomen zu erklären? Wir ahnen das Problem, wenn Jesus in Matthäus 13,15 sagt, dass unser Herz und unser Ohr taub geworden sind. In Tradition und Religiosität erstarrt, welche die Kraft leugnen, beten wir leere Gebetsfloskeln, die nichts bewirken - und dann geben wir Gott die Schuld!
Diese Haltung war auch Cal Pierce nicht fremd. Als Vorstandmitglied einer Gemeinde langweilten ihn die Gottesdienstveranstaltungen mehr und mehr - leere Rituale, denen keine Gebetserhörung folgte. Eindringlich schildert er, wie sein schwerkranker Sohn - durch eine Muskellähmung kaum noch bewegungsfähig - sich von den Eltern die Bibel umblättern lässt, nicht schlafen kann, weil er Tag und Nacht beten möchte. Und als er, der vernünftige Vater, ihn daran erinnerte, dass er doch schlafen müsse, antwortete der Sohn: "Daddy ich kann nicht - ich muss doch beten, dass in Berlin die Mauer geöffnet wird." 
Wochen später sieht der Vater in den Nachrichten, dass tatsächlich die Mauer fällt und wird unmittelbar in die Nähe Gottes geführt, in die Dimension des Gebetes, die später einmal das Geheimnis der Healing Rooms werden sollte: "It's His Presence" - Es ist Seine Anwesenheit, Gottes Nähe, von der Alles abhängt. Keine Heilung findet statt ohne Gottes Nähe, jede Heilung wird möglich, wenn wir diese Nähe gefunden haben. Und Gott will sich finden lassen! Eindringlich schildert Cal Pierce, wie Gott ihn ins Gebet zieht, wie er ihm Heilung wichtig erscheinen lässt, ihn auf die Spur der Heilungsräume setzt und ihn schließlich in einem bewegenden Gebetsabend in den ehemaligen Healing Rooms von John G. Lake mit seiner Nähe konfrontiert, einer Kraft, in der man nicht mehr stehen kann.
Heute wird in mehreren Schichten über die ganze Woche Gebetsdienst in Spokane angeboten. In drei Jahren sind Healing Rooms in mehreren Ländern gegründet worden, und aus allen werden die gleichen selbstverständlichen Heilungen berichtet - nicht immer, aber oft bekommen sie einen Dank, eine Postkarte, einen Brief mit einem Zeugnis. Manchmal sieht man nach Jahren einen Patienten wieder, der diesmal für Kopfschmerzen beten lässt - und den Krebs?... den hatte Gott doch schon längst geheilt, den hatte er ganz vergessen...!
Aber Gott hat uns nicht vergessen. Cal Pierce berichtete von einem Gebetseindruck für Deutschland, einer Engelsleiter, über die unsere deutschen Tränen zum Himmel gebracht werden, um zurückzukommen als Strom der Heilung und Errettung durch die Kraft von Gottes Gegenwart. 
Die Heilungstage in Düsseldorf endeten in einer Segnung - einer Salbung in den Heilungsdienst hinein, der auch ein Stück zur Einheit der Gemeinden beitragen und das Evangelium in die Welt hinaus tragen soll - ganz frisch, mit neuem Mut und mit großer Kraft.
Hein Reuter (dr@heinreuter.de)
Wie wird es weitergehen? 
Schon hören wir von einzelnen Teilnehmern wie den Verantwortlichen der Pilgerherberge Kloster Tempzin, dass sie einen Brunnen der Heilung dort in der "Mecklenburgischen Wüste" (geistlich gesehen) graben möchten. Praktisch heißt das, einen Ort zu haben und einzurichten, an dem man ungestört für Kranke beten kann. Healing Rooms, wie Gott sie durch John G. Lake und jetzt durch Calvin Pierce geschenkt hat, sind reale Orte, physische Räume - etwa mit einer Arztpraxis zu vergleichen, die über ein Wartezimmer und Behandlungsräume verfügt. In diesen Räumen wird für alle, die das Heilungsgebet wünschen - ob sie nun gestandene Gläubige oder noch skeptische Namenschristen sind - im Dreierteam gebetet. 
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